Frauenmilchbanken in Deutschland

 

Die meisten Frauenmilchbanken befinden sich in den neuen Bundesländern. Seit 2012 werden auch in den alten Bundesländern Frauenmilchbanken eröffnet. Fünf Bundesländer -- Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Schleswig-Holstein -- haben bisher keine Milchbank. Das Universitätsklinikum Frankfurt und der DRK-Blutspendedienst stehen jedoch kurz vor der Eröffnung der ersten Muttermilchbank in Hessen.

 

©FMBI / Stand:Februar 2019

Warum Spenderinnenmilch aus Frauenmilchbanken?

Mütter, die ihre Kinder stillen, schenken ihnen einen optimalen Start ins Leben. Besonders deutlich profitieren Frühgeborene und kranke Neugeborene. Doch wenn die Milch der eigenen Mutter nicht ausreicht, kann Spenderinnenmilch aus einer Frauenmilchbank überlebenswichtig sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNICEF, die Europäische Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN) und die Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde (AAP) empfehlen die Ernährung mit Spenderinnenmilch aus Frauenmilchbanken als die beste Alternative, wenn das Kind keine Muttermilch bekommt.

 

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass mit Muttermilch oder Spenderinnenmilch ernährte Frühgeborene deutlich seltener an schwerwiegenden Darmproblemen (Nekrotisierende Enterokolitis) leiden als diejenigen, die mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährt werden. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass menschliche Milch sich positiv auf die Hirnentwicklung auswirkt und die Abwehrstoffe in der Milch vor Infektionen und der Frühgeborenenretinopathie, einer Augenerkrankung, schützen.